Reparatur einer Schiffs oder Glasenuhr
Zur Zeiten Columbus, gab es noch keine mechanischen Uhren, oder Funkuhren für die Seefahrt. Um eine Uhrzeit zu haben, wurde eine Art "Eieruhr" gefüllt mit Sand genutzt. Das Glas hatte genau für eine halbe Stunde Sand um in das andere Glas zu rieseln. Der Matt hatte dann die Aufgabe, mit einer Schiffsglocke zu läuten wie viel Glasen es geschlagen hat. Um 12.00 Uhr sind es 8 Glasen, um 13,30 Uhr 1 Glasen, um 14.00 Uhr 2 Glasen, jede halbe Stunde ein Glasen mehr. Nach 8 Glasen fängt es wieder von vorne an. Schwarzwälder Uhrenfabriken, wie Hermle oder Schatz, haben diese mechanischen Uhren angefertigt, das diese Uhren auch auf Segeljachten und Motorbooten genutzt werden können, um die alte Zeit, der Seepioniere, an Bord haben zu können.
| Nach vielen Jahren pünktlicher Uhrzeit kommt der Tag, wo die Uhr stehen bleibt und nicht mehr laufen möchte | Das Öl ist verharzt, die Lager ausgelaufen und das Werk muss generalüberholt werden | ||
| Das zerlegte Uhrwerk wir nun im Ultraschallbad gereinigt | Die gereinigten Teile werden nun auf Abriebspuren geprüft wie Zapfen der Räder und andere mech. Teile | ||
| Das Räderwerk wird zusammengebaut um die Lager zu überprüfen die hier schon sehr ausgelaufen sind | aus einem rundem Lager entsteht ein ovales, das den Eingriff des Rades beeinträchtigt und Kraft verloren geht | ||
| Die Zapfen aus Stahl fräßen sich in das Messing ein, dies ist eins von 12 Lagern, die ersetzt werden müssen | mit einer Schablone werden die Maße des Zapfens ermittelt und aus dem Sortiment ein neues Lager geholt | ||
| nach dem entgegengesetztem ausfeilen wird nun das Loch gebohrt um das neue Lager zu ersetzen | das erste Lager ist nun ersetzt, 11 weitere folgen | ||
| mit der Reibahle muss das Lager etwas aufgerieben werden, das daß Rad sich nicht verklemmt ( steckt ) | nach der Glättahle sollte sich das Rad leicht drehen | ||
| so sieht nun die Platine, Rückseite, mit neuen Lagern aus | das gleiche auf der Frontseite | ||
| und so sieht der Arbeitsplatz nach dieser Arbeit aus, das geht nicht, aufräumen und sauber machen | jetzt geht es weiter mit dem Zusammenbau | ||
| alle Räder und Hebel werden auf die Platine gesetzt und die Frontplatine montiert | nun werden alle Räder überprüft, auf Zahnluft, Höhenluft, das heißt, das sie nicht verklemmt sind, und rundlaufen | ||
| wenn alles OK ist, werden die Lager mit einem Synthetischem Öl geölt | nun werden die Hebel für Schlagwerk und die Räder von Zeigerwerk montiert | ||
| jetzt fehlt nur noch das Echappement, auf Deutsch, der Gangregler der für präzise Zeit sorgt | dies wird ebenfalls zerlegt und gereinigt mit speziellen Ölen geölt, um eine lange Laufzeit zu garantieren | ||
| nach dem Zusammenbau wird es nun in das Werk eingebaut | Uhr läuft und die die Reparatur ist nun fast abgeschlossen | ||
| Mit der Zeitwaage wird nun das Werk reguliert. Hier sieht man Zeitdifferens, Amplitude und Gangfehler | nach der Justierung geht das Werk nun recht genau | ||
| nun wird das Werk wieder in sein Gehäuse eingebaut | wichtig ist, das alle Schrauben fest angezogen sind, da diese Uhren auf Schiffen vielen Erschütterungen ausgesetzt ist | ||
| jetzt werden noch die Zeiger gesetzt, das die Glasenuhr auch richtig schlägt | wie viel mal schlägt eigentlich eine Glasenuhr um 14.30 Uhr ?? |